Am Dienstag, den 10.11.2009 fuhr ich direkt nach dem B-Turnier mit Anna Demmelmayer und Lilli Greuter zum Individualbewerb der U17-Europameisterschaft in Medvode, Slowenien. Als wir am Abend ca. um 18.00 Uhr ankamen, liefen gerade noch die letzten Spiele des Team-Halbfinales Türkei gegen Dänemark und Russland gegen Ukraine. Gespannt sah ich den Spielen zu und dachte, was es für ein Gefühl sein muss, dort unten im Halbfinale zu stehen.
Am selben Abend machte Mani mit uns vier 94er Mädels (Anna, Lilli, Sonja und mir) noch eine Trainingseinheit. Dann ging es zum Essen und danach ab ins Bett.
Am Mittwoch trainierten wir schon um 8.00 Uhr morgens, damit in der Turnierhalle noch genug Platz zum Spielen war. Anna, Lilli, Sonja und ich durften nach dem Training bis am Nachmittag ins Hotel gehen, das übrigens sehr schön war, da wir am Mittwoch noch nicht spielen mussten. Am frühen Nachmittag holte uns Tina Riedl vom Hotel ab, damit wir den Spielen, die am Mittwoch waren, zuschauen konnten.
Am Donnerstag trainierten wir wieder um 8.00 Uhr morgens und durften uns erneut über Mittag im Hotel aufhalten, da wir erst am Abend spielen mussten. Am frühen Nachmittag holte uns Tina wieder ab und unser Spiel rückte immer näher.
Nun war es soweit. Die Gegner von Anna und mir waren Vlah Lucija und Tucakovic Tena (Kroatien). Um genau 18.20 Uhr begann unser Match. Komischerweise war ich überhaupt nicht aufgeregt. Doch im 2. Satz spürte ich, wie ich immer nervöser wurde. Im 3. Satz drehten wir das Spiel wieder um und gewannen es. Nun waren wir in der 2. Runde. Unser 2. Spiel fand am Freitag um 14.20 Uhr gegen Lucie Cerna und Katerina Krejcova (Tschechien) statt. Den ersten Satz gewannen wir überraschenderweise zu acht, doch in den nächsten beiden Sätzen waren sie uns ein wenig überlegen und wir mussten uns geschlagen geben.
Nun verbrachte ich meine Zeit mit zuschauen und anfeuern. Es wurde immer spannender, da zuerst die Viertel- und dann die Halbfinales liefen. Dort sieht man dann, wer die Topnationen sind (Dänemark, Türkei, Russland,…).
Am Sonntagmorgen machten wir uns auf die Heimfahrt und somit war die Europameisterschaft für mich zu Ende.
Ich habe auf diesem Turnier viel Erfahrung gesammelt und auch sehr viel gesehen. Es war ein großartiges Erlebnis.
Nathalie Ziesig