Mario & David go Matsch

Als eingefleischte Rockfans konnten wir - Mario Konrad, David Schwerin - uns natürlich auf keinen Fall das Open Air in Rankweil am 14. Juli mit Bluatschink, Status Quo und Bryan Adams entgehen lassen! Wir machten uns auf einen großartigen Abend gefasst, schlossen uns der Reihe Wartenden am Eingang zum Gelände schon zeitig an und konnten es kaum glauben als wir dann zu Beginn des Events nur etwa zehn Meter vor dem Bühnenrand standen und einen Ausblick hatten, von dem man nur träumen konnte - natürlich musste man dazu schon die erforderliche Länge haben ;-) -, sodass sich uns sogar die Möglichkeit bot, sich über das Verbot von Fotoapparaten hinwegzusetzen und ein paar Schnappschüsse zu schiessen!

Gleich zu Anfang legte schon Bluatschink mächtig los, vor allem die spitzenmässigen Showeinlagen zum "Reaga-Raggae" hoben die Stimmung schon gewaltig. Von da an nahm man auch das immer düsterer werdende Wetter auf die leichte Schulter. Ist ja eh' bloß Wasser!

Als dann Bluatschink nach ihrer 30-minütigen Zugabe, da sie nur eine halbe Stunde Zeit hatten begannen sie gleich mit der Zugabe, die Bühne verließen, war die Stimmung schon so gut, dass der Regen fast verdampfte.

Und dann kam Status Quo! Einen Song nach dem anderen schremmten die Jungs herunter und die Menge tobte. Vor lauter auf und ab standen wir fast knietief im Matsch (eh' bloß Matsch) und man bekam schon etwas Genickstarre, was sich in Folge auf meinen Magen auswirkte und in mir ein starkes Gefühl der Übelkeit auslöste. Aber ich verdrängte es, denn was man da geboten bekam, war wirklich ein Konzert der Extraklasse.

Die Pause von etwa 45 Minuten zwischen Status Quo und Bryan Adams wurde mit ein paar kräftigen Regengüssen überbrückt, was sich nach der heissen Quo-Show fast schon wie eine kleine Erfrischung anfühlte!

Mit dem Erscheinen von Bryan Adams, dem Hauptpunkt des Programms, wurde endlich Gebrauch von den beiden bisher unbenutzten Video-Leinwänden sowie von der riesen Lichtanlage, auf die sich, hätte es nicht geregnet, schon etwas Staub gelegt hätte. Doch Status Quo hatten es nicht unbedingt nötig auf derartige Mittel zurückzugreifen, sie kamen auch so gut an!

Aber der Kanadier machte ebenso grossen Eindruck auf das Publikum - vor allem auf das weibliche. Ich weiß allerdings nicht warum er sich deswegen die meiste Zeit hinter einer Kapuze versteckt hat! Egal, Hauptsache er trällerte einen Hit nach dem andern herunter, neue, alte, laute und leise! Bis in die Nacht hinein, das heisst bis um 12 Uhr, dann verschwand er so plötzlich wie er gekommen war!

Leider hatten sich Mario und ich zu dieser Zeit bereits im Matsch verloren und wir konnten uns daher nicht mehr beim Ausgraben aus dem Schlamm behilflich sein! Aber was soll's, es war ein riesen Fest und damit ihr, wenn ihr nicht selbst dort wart, auch was mitbekommt, haben wir für euch ein paar Fotos ausgestellt. Übrigens konnte ich noch einen Kommentar zum Open Air von Rhino, dem Bassisten von Status Quo, unter http://www.statusquo.co.uk/tourlog/milltour8.htm ausfindig machen, welcher diesen Tag ziemlich auf dem Punkt bringt!

 
     
     
 

David Schwerin, 05.09.2000