Tactic Badminton-Camp in Bornholm

Am 3. und 4. Juni war das erste Taktik-Jugend-Masters Turnier. Bei diesem Turnier wurden in jeder Altersklasse die besten sechs aus der offiziellen ÖBV-Rangliste ausgewählt. Diese durften dann in die schöne Stadt Salzburg fahren. Vom Badmintonclub Montfort Feldkirch waren Sabrina Halbeisen, Daniel Wolf und Leonie Stenek dabei.

Es war ein sehr gut organisiertes Turnier, in dem viele spannende Spiele vorkamen. Am Schluss standen die Sieger fest und diese bekamen eine Fahrt zum Trainingscamp in Bornholm geschenkt. Da noch ein paar Plätze frei waren, konnten weitere Spieler, darunter auch ich, mitfahren.

Am Samstag, dem 22. Juli, war es dann soweit. Aus Vorarlberg kam auch noch Florian Isopp mit. Nach Dänemark gelangten wir mit dem Zug und der Fähre. Der erste Tag diente der Erholung von der langen Fahrt, und wir machten eine Rundfahrt um die Insel Bornholm.

Als die Mannschaft aus Dänemark eintraf, ging es mit dem Training richtig los. Das Training war doch sehr hart, aber zwischen den einzelnen Trainingseinheiten wurden zur Auflockerung Spiele gemacht.

Am 2. Tag kam, worauf alle gewartet hatten: Der Olympiasieger von 1996 Poul-Erik Hoyer-Larsen. Man konnte ein Match auf drei Punkte gegen ihn spielen und für jeden Punkt bekam man ein kleines Geschenk. Anschließend verteilte er Autogramme und wir durften Fotos machen.

Die nächsten Tage verliefen folgendermaßen: Morgens gingen wir eine halbe Stunde joggen, dann gab es Frühstück. Nach der Stärkung begann das eigentliche Training in Form von Schlagtechnik, Ausdauer, Schnelligkeit, Sicherheit und zwischendurch hatten wir individuelles Training. Nach fünf Stunden bekamen wir das ersehnte Mittagsessen, das in Dänemark aus einer üppigen Brotmahlzeit besteht.

Am Nachmittag hatten wir ein ähnliches Training wie am Morgen.

Das Abendessen in Dänemark bestand aus einer warmen Mahlzeit. Danach war der Tag aber noch lange nicht abgeschlossen. Jeden Abend fand nach dem Essen ein anderes Turnier statt. Diese dauerten normalerweise bis halb zehn, aber das Abschlussturnier dauerte bis halb drei Uhr am Morgen.

Zum Abschluss des Tages hatten wir noch das „Onkel-Training“. Dies war ein spezielles Konditionstraining, das uns die letzte Kraft raubte. Um unsere Müdigkeit zu überbrücken, wurden wir immer mit „Komm nu!“ angefeuert, was auch zu wirken schien.

Nach dem Aufräumen und Duschen bekamen wir endlich unseren wohlverdienten Schlaf.

Nach einer Woche intensiven Trainings traten wir die Heimreise an. Obwohl es sehr anstrengend war, fanden wir genügend Zeit um innerhalb und außerhalb Österreichs neue Freundschaften zu knüpfen. Zweifellos haben wir alle eine Menge dazugelernt.

Leonie Stenek, Sept. 2000