Bericht vom
Rollerblades-Ausflug zum Bodensee.
(13.5.00)

Wieder einmal voll eingeschlagen hat der bereits mehrmals veranstaltete Rollerblades-Ausflug nach Bregenz. Mit einem einmaligen Besucherrekord von 3 Vereinsmitgliedern war dieses Ereignis nach der Schüler-ÖM wohl der Höhepunkt des Monats.
Durch die große Teilnehmerzahl sah man sich sogar gezwungen mit einem ganzen Auto die Fahrt an den Bodensee anzutreten. So setzte sich also ein gewaltiger Convoy in Bewegung, überschwemmte den Parkplatz vor dem Festspielhaus und startete die Invasion der Seeanlagen. Der BCM-Feldkirch wälzte sich, einem Bienenschwarm nicht unähnlich ohne Rücksicht auf Verluste, d. h. Ellbogen raus und durch, dem Seeufer entlang in Richtung Molo. Nachdem sich der Stau, den man da auf Grund der Umkehrprozedur an der Spitze fabriziert hatte, wieder aufgelöst hatte überfiel man den Milchpilz, wo die Bedienung mit dem Ausschenken der Milchshakes kaum nachkam. Es wurde also gemütlich geschlürft und auch Brötchen gegessen. Auf diesem Gebiet bewies Markus Heck erneut, dass er sich einfach in anderen Klasse den Bauch voll schlägt.
Dies war also die erste Etappe, doch noch lange nicht die letzte, denn kaum waren die Unmengen an Milch verdaut, da lechzte man in den hinteren Reihen schon wieder nach Bewegung. Dem Wunsch wurde entsprochen und der größte Badmintonclub im Ländle wetzte die Klingen, pardon, klopfte sich kurz auf die Rollen, und es ging weiter. Man trieb dahin, mal locker, mal mit etwas mehr Speed, und plötzlich war man, ja unfassbar, man wahr bis nach Neu-Amerika vorgedrungen. Natürlich wurde diese Leistung mit Grillwürstchen und Bauernmost belohnt, was wiederum dem Wirt einen immensen Umsatz bescherte! Alle waren zufrieden. Die einen, weil sie nach der Durststrecke endlich wieder was zwischen die Zähne bekommen hatten und die anderen wegen dem jetzt immer besser gewordenen Wetter. Ende der zweiten Etappe.
Die dritte Etappe, mehr oder wenige das selbe in Grün, verlief ohne nen-nenswerte Zwischenfälle. Bis auf den, dass es da drei schwache Herren in den Reihen unseres Vereins gibt, die an keinem Eisstand vorbeikommen und sich, sozusagen als Nachtisch, noch ein klitzekleines Tüteneis gönnten. Für kurze Zeit versuchten sich manche noch als Extremsportler und hängten sich hinten an einen Zug dran. Wenn ich mich recht erinnere, war es so was wie die österreichische Version des TGV, also ein "Train à grande vitesse", der sich mit mindestens, und man lynche mich, wenn es nicht der Wahrheit entspricht, unvorstellbar satten (Was wir übrigens auch waren - noch!) 15 Kilometern pro Stunde durch die Seeanlagen schlängelte. Hart an der Schallmauer vorbeigekratzt waren da unsere wackeren Federballer. Dies waren also die nicht nennenswerten Zwischenfälle der dritten Etappe, die dann kurz darauf in einem gemütlichen Hock im Milchpilz mündeten. Ja, ja, die Bedienung wahr wohl etwas blass, als sie unsere Horde anrauschen sah, kannte sie uns doch bereits von vorher. Sie war allerdings mental zu schwach, um sich einen Ruck zu geben und davon zu laufen. Vermutlich wäre ihr Vorgesetzter doppelt sauer gewesen. Erstens wegen der Einnahmen, die durch die Präsenz des Meisters der Esskünste und seinen Kumpanen und zweitens, was wohl irgendwie mit Punkt eins zusammenhängt, sie hätte ihre Arbeit nicht erledigt und hätte zu früh Feierabend gemacht. Aber ich frage mich gerade, was uns das Schicksal der Bedienung angeht, bleiben wir beim Bericht des Rollerblades-Ausflugs des BCMF!
Die vierte und letzte Etappe führte unseren Bienenschwarm wieder zurück zum Parkplatz, doch nicht ohne zuvor noch einen kleinen Abstecher zum Bregenzer Funpark zu machen. Nicht für jeden war es "Fun", denn von einer Quarterpipe hinunter zu bladen ist nicht gerade die leichteste Sache der Welt, aber im großen und ganzen hat es sich gelohnt mal vorbei zu schauen.
Mit einer Autokarawane, die sich in Richtung Sonnenuntergang bewegt, endet mein Bericht über dieses unvergessliche Erlebnis am Bodensee. Allerdings wird man sich für das nächste Mal überlegen müssen, ob man die Teilnehmerzahl nicht limitieren sollte, denn wenn man bedenkt, dass trotz des riesigen Ansturms, gerade mal 2 % unseres Vereines gekom-men waren, dann könnte es das nächste Mal mit nur doppelt so vielen zu einem totalen Zusammenbruch des Vorarlberger Verkehrssystems sowie der Bregenzer Gastronomie am See kommen. Es könnte dann in Bre-genz vielleicht den selben Platzmangel verursachen, wie er zurzeit auf unseren Donnerstagstrainings herrscht! Gott bewahre. Trotzdem hoffe ich, dass man solche Nachmittage noch öfters veranstaltet, auch wenn man eine Anmeldefrist von 5 Monaten einführen muss.

David von Schwerin, 14.05.2000