ISF-Weltmeisterschaft für Schulteams 2000
Von 21. bis 25. Jänner 2000 fand in Cergy-Pontoise (30 km nördlich von Paris) die ISF-Weltmeisterschaft für Schulteams statt. Von unserem Verein nahmen David Schwerin, Leonie Stenek und Sabrina Halbeisen teil.
Die Mannschaft des Sportgymnasium Dornbirn (mit David Schwerin) errang die Bronzemedaille in der Oberstufe. In der Unterstufe (mit Leonie Stenek und Sabrina Halbeisen, beide BG Feldkirch) gab es für Österreich den 6. Rang. Dazu möchten wir recht herzlich gratulieren.
| Ergebnisse: Oberstufe Österreich - Ungarn 4:1 Österreich - Belgien 3:2 Österreich - Lettland 4:1 Österreich - Flandern 2:3 Österreich - Frankreich 0:5 Endstand 1. Frankreich; 3. Österreich Unterstufe |
![]() David, Sabrina und Leonie; unsere erfolgreichen TeilnehmerInnen bei der Schul-WM |
Bericht über die
Schul-WM 2000 in Cergy
(von David Schwerin)
4.30h, Bahnhof Feldkirch: neun verschlafene und vollbepackte Personen finden sich so langsam auf dem Bahnsteig 3 ein und besteigen den Zug gen Westen. Das Ziel heißt Paris und wird nach etwa 8-stündiger, ermüdender und teils öden Bahnfahrt erreicht. Doch Erholung wird dieser kleinen verwegenen Truppe aus dem Alpenland keine gegönnt! Von der fremden Großstadt geht es nach einer kurzen Kaffeepause mit dem Bus weiter. 30 km nördlich von Paris liegt eine etwas kleinere Stadt mit Namen Cergy-Pontoise! Dieses Städtchen ist keine gewöhnliche Stadt, es ist der Austragungsort der ISF-Badminton-Schul-WM 2000 und die neun Reisenden sind die Vertreter Österreichs bei diesem Turnier!
Es werden gleich die Zimmer (mit berauschendem Ausblick auf eine Baustelle) in dem etwas eigentümlichen Hotel bezogen. Danach folgt die Besichtigung der Halle und das Prüfen der hiesigen Verhältnisse. Es scheint als sei hier alles etwas grösser - gigantische Halle, riesige Tribüne, zahlreiche Felder. Nur der Ball scheint etwas geschrumpft zu sein, doch mit etwas Mühe und Geduld kann man ihn erkennen und ins gegnerische Feld schlagen.
Schliesslich und endlich, nachdem man sich noch einige schwerverdaulich Reden in fremden Sprachen anhören musste, wird auch noch etwas zu Essen serviert - na ja, über Geschmack lässt es sich bekanntlich streiten!
Spät abends fallen die neun Vorarlberger dann todmüde in die Federn nach dem man noch kurz den Blick über den Horizont schweifen liess: hier ein Bagger, dort ein Erdhaufen und siehe da: ein Baum!
7.30h am nächsten Morgen: die österreichische Mannschaft, zu der sich noch vier weitere Personen gesellt haben, tritt zum doch recht geniessbaren Frühstück an.
Eineinhalb Stunden später folgt ein sehr grosser Moment für die meisten Spieler: die Eröffnungszeremonie mit dem Einlaufen der Nationen. Gleich darauf beginnen pünktlich die ersten Spiele. Für die beiden österreichischen Teams fängt dieser Tag äußerst erfolgreich an. Das Resultat nach Ende des ersten Spieltages kann sich sehen lassen: Zahlreiche Siege in zahlreichen Duellen. So mancher war wohl von sich selbst überrascht. Natürlich ist es für jeden Motivation und Ehre mit einem Dress mit der Aufschrift "AUSTRIA" aufzutreten und überhaupt ist es ein erhebendes Gefühl einmal bei jedem Match Schieds- und Linienrichtern zur Seite zu haben.
Der zweite Spieltag ist dann nicht mehr ganz so siegreich, das Endergebnis hingegen doch beachtlich und für die eine Mannschaft könnte man sogar schon fast das Wort "sensationell" verwenden: 3. Platz für das Sportgymnasium Dornbirn in der Oberstufe sowie der 6. Platz in der Unterstufengruppe für die Spielgemeinschaft Wien/Feldkirch.
Als Belohnung gibt's am Abend einen kleinen Ausflug in die französische Hauptstadt - zuerst mit dem Bus, dann mit dem Schiff auf der Seine - wo allerlei Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm, Notre Dame, Champs Elyssées und der Triumphbogen besichtigt werden. Die Betten werden daher erst sehr spät bezogen!
Der nächste Tag ist der Montag und den nützt die nun 13-köpfige österreichische Delegation mit einem kleinen Bummelausflug nach Cergy. Nachmittags ist es dann nicht mehr für alle so interessant: ein Museumsbesuch steht auf dem Programm. Doch alles hat ein Ende und abends folgt dann die Siegerehrung (über die Preise möchte ich hier kein Wort verlieren!), anschliessend gibt jedes einzelne Land etwas zum Besten. Trotz großer Nervosität gelingt auch der Wiener Walzer gut und man kann sich wieder auf andere Dinge konzentrieren. Dieser ereignisreiche Tag klingt dann mit einem tollen Abschlussbuffet und Disco ab. So mancher hat in dieser Nacht nur wenig Schlaf gefunden und ist um halb fünf Uhr morgens gleich direkt in den Bus nach Paris/Ostbahnhof gestiegen. Die Rückreise verläuft ohne nennenswerte Zwischenfälle und so erreicht die gesamte Gruppe schließlich um ca. 15h ihren am Freitag morgen verlassenen Ausgangspunkt!
Seite erstellt am 26.03.2000